Nach über zwei Jahren ohne offiziellen Delegationsbesuch eines deutschen Bundeslandes in Israel besuchte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt vom 9. bis 13. November gemeinsam mit einer hochrangigen Delegation aus 42 Vertreterinnen und Vertretern der Thüringer Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Israel, um bestehende Beziehungen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.
Dieser Besuch hatte eine besondere politische und symbolische Bedeutung: Es war die erste große deutsche Delegation, die Israel nach dem 7. Oktober 2023 und nach zwei herausfordernden Jahren regionaler Spannungen besuchte. Unsere Gäste wieder persönlich begrüßen zu dürfen, war nicht nur ein wichtiges Signal der Verbundenheit, sondern verlieh dem Besuch auch eine besondere emotionale Tiefe.
Ziel der Reise war es, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Thüringen und Israel weiter auszubauen und bestehende Partnerschaften zu vertiefen. Im Fokus standen insbesondere Kooperationen mit der israelischen High-Tech- und Innovationswirtschaft, die international als einer der dynamischsten Innovationsstandorte gilt. Die High-Tech-Branche trägt maßgeblich zur wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Israels bei und ist ein zentraler Treiber für Export, Forschung und technologische Entwicklung.
Der Auftakt erfolgte mit einem feierlichen Empfang in der Residenz des deutschen Botschafters. Helena Merks, stellvertretende Botschafterin Deutschlands in Israel, hieß die Delegation herzlich willkommen. Anschließend besuchte die Gruppe das israelische Außenministerium in Jerusalem, wo ein Austausch mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar stattfand. Auch auf wirtschaftlicher Ebene setzte der Besuch wichtige Impulse. Neben Besuchen in verschiedenen Technologieunternehmen wurden auch drei neue Kooperationsvereinbarungen zwischen Thüringer und israelischen Unternehmen geschlossen.
Den Abschluss der Delegationsreise bildete ein inspirierendes Gespräch mit Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie, die Einblicke in aktuelle Initiativen und zukünftige Entwicklungen der Branche gab.
Im Mittelpunkt der Reise standen die gemeinsamen Werte von Forschung, Innovation und Partnerschaft. Sie bilden das Fundament der deutsch-israelischen Zusammenarbeit und sind gerade in herausfordernden Zeiten von zentraler Bedeutung.
Bereits seit vielen Jahren pflegen Thüringen und Israel enge partnerschaftliche Wirtschaftsbeziehungen. Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG Thüringen), die die Reise von deutscher Seite organisiert hat, ist durch eine Innovationsbotschafterin bei der AHK in Israel vertreten.
Der Besuch stellte einen wichtigen Schritt dar, um bestehende Kooperationen weiter zu stärken und neue Impulse für die bilaterale Zusammenarbeit zu setzen. Er bildet eine starke Grundlage, auf der die deutsch-israelischen Beziehungen – und insbesondere die Beziehungen zwischen Thüringen und Israel – in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und gefestigt werden können.