AHK Newsletter August 2017

Inhalt

Neues aus der Kammer

Neues aus Israel

GTAI – Ausgewählte Berichte

Wussten Sie, dass...?  Zahlen und Fakten rund um Israel

Liebe Leserinnen und Leser,

die israelische Wirtschaft wächst weiter. 2017 und 2018 laut der maßgeblichen Prognose der Zentralbank um 2,8 beziehungsweise 3,3%. Das bietet deutschen Unternehmen weiterhin erstklassige Geschäftschancen, insbesondere in den Bereichen Energie(effizienz) und Gesundheitswirtschaft. Zu beiden Themen führen wir in diesem bzw. im nächsten Jahr Geschäftsanbahnungsreisen durch, wobei eine Anmeldung zur Reise „Medizinische Hilfsmittel und Produkte für Senioren“ im Februar 2018 noch möglich ist.

Auch als Startup-Nation ist Israel weiter in aller Munde, vor allem im Bereich von Hightech-Lösungen für KfZ. Zwar ist das kleine Land am Mittelmeer kein klassisches Autobauerland, aber die Innovationen israelischer Startups in den Bereichen autonomes Fahren, E-Mobilität und Cybersecurity haben mittlerweile das Interesse aller großen Autobauer geweckt.

Auch die AHK Israel treibt unter dem Label BETATEC ihre Aktivitäten um und mit Startups voran. Bereits zum zweiten Mal wird Anfang September unter unserer Führung eine Delegation von Startups aus Deutschland Israel besuchen. Aus diesem Anlass kommt es auch zur Neuauflage der erfolgreichen German-Israeli Pitch Night. Mehr dazu lesen Sie weiter unten.

Zum Abschluss noch ein Hinweis in eigener Sache. Unser Newsletter erscheint mit dieser Ausgabe zum letzten Mal in diesem Format. Neuigkeiten rund um die AHK Israel und die deutsch-israelischen Wirtschaftsbeziehungen finden Sie zukünftig auf unserer Website und auf Facebook. Schenken Sie uns ein Like und bleiben Sie mit uns verbunden!

Viel Spaß bei der Lektüre wünscht Ihre AHK Israel!


Das Team der AHK Israel, Foto: AHK Israel

Neues aus der Kammer

2. German-Israeli Pitch Night mit Startups aus NRW

Bereits zum zweiten Mal findet am 4. September in Tel Aviv die German-Israeli Pitch Night statt. Die Pitch Night wird anlässlich eines Delegationsbesuchs von Startups aus Nordrhein-Westfalen in Israel von der AHK Israel und ihrer Startup-Initiative BETATEC durchgeführt. Wie im Vorjahr haben die deutschen Startups im Rahmen der Pitch Night Gelegenheit, sich untereinander aber auch mit israelischen Startups zu messen. Im Publikum: Vertreter israelischer und internationaler Venture Capital-Fonds, Business Angel, Technologiescouts multinationaler Unternehmen und natürlich viele israelische Gründer. Zur Vorbereitung auf die Pitch Night absolvieren die deutschen Startups am selben Tag einen Pitch- und Storytelling-Workshop.

Zu gewinnen gibt es neben der Aufmerksamkeit des Fachpublikums außerdem für den besten deutschen und den besten israelischen Elevatorpitch Flugtickets von Germania Airlines. Germania verbindet als einzige Airline Nordrhein-Westfalen mit Israel – mit Direktflügen zwischen Düsseldorf und Tel Aviv.


Germania Airlines sponsort Flugtickets für die Gewinner der Pitch Night

Die Pitch Night ist einer der Höhepunkte des einwöchigen Delegationsprogramms „Startup Israel – NRW“, das von NRW.International finanziert und von der AHK Israel unter ihrem Startup-Label BETATEC organisiert wird. Neben Besuchen bei den Venture Capital-Fonds Magma und JVP und intensivem Austausch mit israelischen Gründern steht am 6. und 7. September auch der Besuch des zweitägigen DLD Innovation Festivals Tel Aviv mit der DLD Digital Conference auf dem Plan. Die DLD ist eine der wichtigsten Veranstaltungen zu digitalem Leben weltweit.

Der Besuch der Pitch Night ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich – dazu bitte auf das nachfolgende Bild klicken!


Mit einem Klick auf das Bild gelangen Sie zur Anmeldung

50 Jahre AHK Israel und D-I-W – Festakt mit Ministerin Zypries

Die Israelisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (AHK Israel) und die Deutsch-Israelische-Wirtschaftsvereinigung (D-I-W) haben Grund zum Feiern: beide Einrichtungen wurden in diesem Jahr 50 Jahre alt. Die Gründung der beiden Schwestergesellschaften in Tel Aviv und Frankfurt erfolgte am 18. April 1967 demonstrativ am selben Tag – und sogar zur selben Stunde – um das gegenseitige Vertrauen und die besondere Bedeutung der Partnerschaft zum Ausdruck zu bringen.


Berichterstattung über die zeitgleiche Gründung von AHK und D-I-W 1967, Foto: AHK Israel

Erst zwei Jahre vorher hatten Israel und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen zueinander aufgenommen und das Siegel „Made in Germany“ war für viele Israelis noch ein guter Grund, ein Produkt nicht zu kaufen.

Seit 1967 sind der Handel und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern einen weiten Weg gekommen und Israel hat sich von einer Agrarnation zum High-Tech-Standort gewandelt.

Den 50. Geburtstag und diese hervorragende Entwicklung wird die AHK Israel am 1. November mit einer festlichen Mitgliederversammlung in Tel Aviv feiern. Ehrengäste bei dieser Veranstaltung werden Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und der DIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Wansleben sein. Die D-I-W feiert am 13. November in Frankfurt, wo alles seinen Lauf nahm.

Sited GmbH neues Mitglied in der AHK Israel

Wir freuen uns, im Jahr 2017 die Firma Sited als Mitglied der AHK Israel begrüßen zu dürfen. Sited unterhält weltweit Trainingscenter für SAP, NLP, datango und Workforce performance suite. Das gesamte Angebot von Sited können Sie hier einsehen: www.sited-israel.com

Mitglieder erhalten auf Leistungen der AHK Israel einen Preisnachlass und viele weitere attraktive Vorteile.


Neues aus Israel

Egged betreibt ab 2021 die „Red Line“ in Tel Aviv

Rote Linie für Tel Aviv: der Betrieb der Metro, auch „Red Line“ genannt, welche derzeit in Tel Aviv gebaut wird, soll unter Führung des israelischen Bus-Unternehmens Egged erfolgen. Nichts Neues für Egged, immerhin leitet die Firma bereits 37 Prozent des öffentlichen Verkehrs im Land. Nebst Egged werden sich die chinesischen Firmen Shenzhen Metro und CCECC an der Betreuung beteiligen. Der Vertrag zwischen Egged und der Firma NTA, welche die Metrolinie baut, werde sich auf zehn Jahren belaufen.


Tel Avivs erste Metro-Linie wird die Vorstädte im Nordosten und Süden mit dem Zentrum der Mittelmeermetropole verbinden

Die Metro wird ab Oktober 2021 in Betrieb sein. Sie ist in Israel die erste ihrer Art und wird die Vorstädte Petah Tikva, Bnei Brak, Ramat Gan und Bat Zam mit dem Zentrum von Tel Aviv und dem Stadtteil Yaffa verbinden. Die „Red Line“ ist eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Buslinien und den bescheiden ausgebauten Zugrouten. So soll das hohe Verkehrsaufkommen in den Städten, insbesondere in Tel Aviv, vermindert werden.

Pünktlichkeit soll bei der neuen Metro groß geschrieben werden: NTA verlangt, dass während der Stosszeiten alle dreieinhalb Minuten eine Metro einfahren soll.

Quelle: Zwischenzeilen Magazin, https://goo.gl/eiynxv

Nach dem Erwerb von Mobileye: Intel und BMW schicken autonome Autos auf die Straßen

Nur Tage nachdem der Kauf von Mobileye , dem israelischen Weltmarktführers für Fahrassistenzsysteme durch den US-Riesen Intel abgeschlossen wurde, verkündet dieser großangelegte Tests mit autonomen Fahrzeugen auf den Straßen Europas, Israels und der USA.

Intels Testflotte aus selbstfahrenden BMW setzt in großen Teilen auf Mobileyes Expertise in den Bereichen maschinelles Sehen, Kartieren und Sensorik. Bis zu 100 Fahrzeuge sollen Assistenztechnologien der Stufe 4 testen, eine Stufe unter dem höchsten Grad an Autonomie, den komplett automatisches Fahren ohne Eingriffe des Fahrers oder der Fahrerin auszeichnet.


Mehr als ein Chiphersteller: Intel

Israel steigt im Global Innovation Index

Israel ist im Global Innovation Index der UNO erstmals unter den Top 20 zu finden. Das Ranking untersucht den Grad an Innovation in 127 Ländern und betrachtet dabei unter anderem Faktoren wie Bildungsausgaben, digitale Infrastruktur und Patente.

In der Region „Nordafrika und Westasien“ liegt Israel unangefochten auf Platz 1 und auch im globalen Ranking lässt es mit Platz 17 Nationen wie Kanada (18), Österreich (20), China (22) oder Australien (23) hinter sich.Punkten konnte Israel insbesondere in den Kategorien IKT und Unternehmensgründungen.

An Spitze des Rankings steht seit 2010 die Schweiz. Deutschland verbesserte sich in diesem Jahr vom zehnten auf den neunten Rang.

Die gesamte Studie steht hier um Download bereit.

Aktuelle Steuernachrichten aus Israel – Bedeutende Änderungen in 2017

Am 1. Januar 2017 sind einige bedeutende Änderungen im israelischen Steuerrecht eingetreten, die einen Einfluss auf die Besteuerung von Einzelpersonen, von Unternehmen und „Trust“ Strukturen haben. So wird der Regelsteuersatz für Körperschaften von 25 % auf 24 % reduziert, während die sog. „wealth“ Steuer für hochverdienende Steuerpflichtige um einen Prozentsatz auf 3 % angehoben wurde. Zusätzlich wurden dem Einkommenssteuergesetz Vorschriften hinzugefügt, die die Besteuerung von Barentnahmen durch Mehrheitsgesellschafter und die Besteuerung der Verwendung von Unternehmensvermögenswerten neu regeln. Schließlich wurde in Israel der weit verbreiteten Verwendung von sog. „wallet“ Unternehmen, d.h. Unternehmen, mit Hilfe derer Steuerpflichtige steuergünstig Dienstleistungen erbringen, ein Riegel vorgeschoben. Im Gegenzug dazu sieht eine vorläufige Vorschrift eine begünstigende Steuerrate für Unternehmensausschüttungen vor, die bis zum 30. September 2017 vorgenommen werden.

Alle Details zu den Neuerungen hat Steuerfachanwältin Dr. Judith Taic in einem Gastbeitrag für Sie zusammengestellt. Den kompletten Artikel finden Sie hier auf unserer Website.

GTAI – Ausgewählte Berichte

Von Wladimir Struminski

Der israelische Importmarkt für Arzneimittel wächst und wächst

Im Jahr 2016 erreichten die israelischen Einfuhren von Pharmaprodukten erstmals die Marke von 2 Mrd. US$. Die günstigen Rahmenbedingungen versprechen auch in den kommenden Jahren eine anhaltende Importexpansion. Israel ist auch ein bedeutender Produktionsstandort für Pharmaprodukte, doch ist die Branche weitestgehend von dem größten Hersteller, Teva, und von zwei großen Käufermärkten abhängig. Diese Unausgewogenheit birgt auch Risiken, während die Ausfuhr stagniert.

Zum vollständigen Artikel: https://goo.gl/jpNbfK

Israel setzt auf den Ausbau mittelgroßer Städte

Die israelische Regierung will mit Hilfe von Rahmenverträgen mit rund 20 vor allem mittegroßen Städten den Wohnungsbau vorantreiben. Gedacht ist an den Bau kompletter neuer Wohnviertel. Dabei übernimmt die Regierung umfangreiche Infrastrukturinvestitionen. Die Kooperation zwischen Regierung und Städten verspricht zügige Realisierung des Programms. Für ausländische Unternehmen können sich Geschäftschancen ergeben.

Zum vollständigen Artikel: https://goo.gl/kqhwC5

Israels Cleantech sucht größere Weltmarktrolle

Der israelische Cleantech-Sektor will seine Position auf dem Weltmarkt weiter ausbauen. Mit dem steigenden Bewusstsein für bessere Wasserversorgung rechnen sich Anbieter von Wassertechnologie dabei gute Chancen aus. Mit Hightech-Lösungen will sich Israel auch stärker im internationalen Energiesektor etablieren. Solche Entwicklungen bieten westlichen Unternehmen Chancen zu Engagement vor Ort und zu Gemeinschaftsprojekten in Drittländern.

Zum vollständigen Artikel: https://goo.gl/i8NEge

Wussten Sie, dass? Fakten und Zahlen rund um Israel

  • Wussten Sie, dass immer mehr Fahrzeughersteller in Israel Forschungs- und Entwicklungszentren betreiben? Daimler, BMW, General Motors, Renault-Nissan und andere suchen in Israel Innovationen in den Bereichen autonomes Fahren, Connected Cars und Cybersecurity. Immer mehr Autos der Zukunft entstehen so mit Hilfe israelischer Startups.

    Quelle: Times of Israel, https://goo.gl/3tVuKR  
  • Wussten Sie, dass Anfang August der erste israelische Satellit zur Beobachtung und Erforschung der Umwelt ins All geschossen wurde? Venµs (kurz für Vegetation and Environment Monitoring on a New Micro Satellite) ist ein Gemeinschaftsprojekt der Israel Space Agency und des französischen Pendants CNES.

    Quelle: Israel21c, https://goo.gl/TBHKzQ
  • Wussten Sie, dass einige der erfolgreichsten TV-Serien ihren Ursprung in Israel haben? Bekanntestes Beispiel ist der US-Hit Homeland, der auf der israelischen Serie „Prisoner of War“ beruht. Aber auch viele Reality-Formate und Gameshows wie „Still standing“ wurden in Israel erfunden. Wegen des kleinen israelischen Fernsehmarktes entwickeln viele TV-Produzenten von Beginn an auch Versionen, die für andere Länder gedacht sind.

    Quelle: The Economist, https://goo.gl/x27NTy