AHK Newsletter #4, November 2014

Inhalt

Neues aus der Kammer

Neues aus Israel

GTAI – Ausgewählte Berichte

Wussten Sie, dass...?  Zahlen und Fakten rund um Israel

Liebe Leserinnen und Leser,

war was? So könnte man die Reaktion der internationalen Hightech-Szene auf den Gaza-Krieg in diesem Sommer und dessen Auswirkungen auf Israel beschreiben. Während die angespannte Sicherheitslage im Tourismus zwischenzeitlich zu erheblichen Buchungsrückgängen führte, wurde in israelische Hightech-Startups so viel investiert, wie noch nie zuvor in einem dritten Quartal. Pro-Kopf lässt das Risikokapital in Israel sogar das Silicon Valley hinter sich. Israel gilt weiterhin als Land der Köpfe und Ideen und auch die sonstigen Bedingungen stimmen: gerade haben die Ratingagenturen Moody’s und Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit des Landes mit A1 bewertet und überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum in Aussicht gestellt.

Neue Flugverbindungen von Deutschland nach Israel sind Ausdruck des stetig steigenden Handelsvolumens und der Normalisierung des Tourismus nach Israel. Hamburg und Baden-Baden sind die neuesten Städte, von denen aus Tel Aviv direkt angeflogen werden kann. Mehr dazu weiter unten in diesem Newsletter.

2015 wird für Deutschland und Israel ein besonderes Festjahr sein, wenn 50 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen beiden Ländern gefeiert werden. Die AHK Israel ist mit vielen Aktionen dabei und wird im Sommer nächsten Jahres u.a. in einer großen Ausstellung in Tel Aviv auf 50 Jahre deutsche Marken in Israel zurückblicken, eine deutsch-israelische Investorenkonferenz ausrichten und gemeinsam mit den Wirtschaftsministerien beider Länder den German-Israeli Innovation Day begehen. Weitere Informationen und einen Überblick über das (stetig wachsende) Angebot an Events finden Sie unter https://www.de50il.org/de.

 

Viel Spaß bei der Lektüre dieses Newsletter wünscht Ihre AHK Israel.


Neues aus der Kammer

BETATEC-Launch mit der Berliner Senatorin für Wirtschaft


Die bessere Vernetzung der Startup-Szenen in Deutschland und Israel ist eines der Hauptanliegen der Initiative BETATEC (Berlin-Tel Aviv Technology & Entrepreneurship Committee), die die AHK Israel in diesem Jahr gestartet hat. Im Rahmen einer Veranstaltung der Anwaltskanzlei Graf von Westphalen (GvW) am 20. November in Berlin erlebt BETATEC nun seinen Deutschlandstart.

Anlässlich der Vorstellung der McKinsey-Studie „Berlin gründet“, in der die Aktivitäten Tel Avivs zur Förderung von Startups als ein mögliches Vorbild für Berlin genannt werden, lädt GvW in die Räumlichkeiten des deutsch-israelischen Jungunternehmens INFARM in Berlin-Kreuzberg. Die Keynote-Rede zum Startup-Boom in der Hauptstadt wird Berlins Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer halten. Weitere Redner des Nachmittages kommen von GvW, Deutsche Telekom, McKinsey, Cukierman Investment House und der israelischen Botschaft.

Neben Informationen zur Startup-Förderung in Israel und den Lektionen, die Berlin daraus ziehen kann, sollen auch die Startups selbst auf der Veranstaltung nicht fehlen. Daher runden Pitches von jungen Unternehmen aus Israel das Programm ab. Die Veranstaltung wird moderiert vom BETATEC-Vorsitzenden Mickey Steiner und Christian Kusulis von GvW.

Für mehr Informationen und um sich anzumelden klicken Sie bitte hier.

FFM meets TLV – Feldmann und Huldai zu Gast in der AHK Israel

Bereits zum zweiten Mal innerhalb von 2 Jahren war am 2. und 3. November der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann mit Vertretern der Stadt Frankfurt und der Region FrankfurtRheinMain zu Gast in der AHK Israel. Seinem Tel Aviver Pendant Ron Huldai und hochrangigen Gästen aus Wirtschaft und Verbänden stellte er die Entwicklung und Möglichkeiten Frankfurts jenseits der Rolle als Bankenmetropole und Luftverkehrsknotenpunkt vor. Er unterstrich die Bedeutung der Mainmetropole und der umgebenden Region im Bereich der Pharma- und Chemieindustrie, präsentierte Frankfurt aber auch als Startup-Zentrum neben Berlin und München.

Huldai verwies in seinem Grußwort auf die jahrzehntelange enge Verbindung und Freundschaft zwischen beiden Städten. Auch die Universität Tel Aviv arbeite seit langem eng mit der Goethe-Universität in Frankfurt zusammen.Huldai verwies in seinem Grußwort auf die jahrzehntelange enge Verbindung und Freundschaft zwischen beiden Städten. Auch die Universität Tel Aviv arbeitet seit langem eng mit der Goethe-Universität in Frankfurt zusammen.


Trug sich in das Gästebuch der AHK Israel ein: Tel Avivs Stadtoberhaupt Ron Huldai.

Oberbürgermeister Feldmann: „Frankfurt ist mehr als nur ein Finanzzentrum“

Auf dem Programm standen außerdem eine Reihe von Business Meetings mit israelischen Firmen. Feldmann traff in der AHK Israel dazu mit IT-Unternehmern, sowie Vertretern der Finanz- und der Pharmabranche zusammen. Am runden Tisch machte er Werbung für den Standort Frankfurt und lotete Kooperationen im Bereich von Forschung und Entwicklung aus.

Zuvor hatte Feldmann in Tel Aviv gemeinsam mit Ex-Staatspräsident und Friedennobelpreisträger Schimon Peres an der jährlichen Gedenkfeier zum Todestag des 1995 ermordeten Jitzchak Rabin teilgenommen.

Hildegard Müller erneut zur Präsidentin der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung gewählt

Am 28. Oktober wurden in Frankfurt am Main mit der Wahl eines neuen Präsidiums der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung (D-I-W) die Weichen gestellt für drei weitere Jahre erfolgreicher Arbeit. 

Erster Gratulant der von der Mitgliederversammlung einstimmig zur Präsidentin wiederwählten Hildegard Müller war Israels Botschafter und Kuratoriumsvorsitzender der Vereinigung, Yakov Hadas-Handelsman. Dem neuen Präsidium gehören außerdem die Leiter der 5 Regionalgeschäftsstellen der D-I-W in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Leipzig und Schwerin an.


Zufriedene Gesichter: D-I-W-Präsidentin Hildegard Müller umrahmt von Bundesgeschäftsführer Grisha Alroi-Arloser (links) und Prof. Alon Chen.

Die Kanzlei Graf von Westphalen hatte in die Frankfurter Klassikstadt geladen.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung hatte der neue Leiter der Regionalgeschäftsstelle Rhein/Main Christian Kusulis von der Anwaltskanzlei Graf von Westphalen zu einem Empfang in die Klassikstadt geladen. 

Nach einem Rundgang mit Besichtigung der dort ausgestellten historischen Fahrzeuge und Grußworten von Müller, Hadas-Handelsman, dem hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Stadtrat Majer, hielt Prof. Alon Chen vom Weizmann-Institut einen kurzweiligen und vielbeklatschten Vortrag zur Erforschung von Stress.

Anschließend präsentierte Shelly Hod Moyal, Mitbegründerin der israelischen Firma iAngels, Crowdfunding mit weiteren Business Angels als spannende Investitionsmöglichkeit in israelische Startups vor.

Mit Dessert, Musik und zahlreichen alten und neuen Freundschaften klang der rundum gelungene Abend aus. Weitere Informationen zur Arbeit der Deutsch-Israelischen Wirtschaftsvereinigung finden Sie auf der Website http://www.d-i-w.de/.

Israel Energy Week vom 2. bis 9. Dezember

An diversen Standtorten in ganz Israel findet in der ersten Dezemberwoche eine Vielzahl von Konferenzen und Networking-Events statt. Es geht um Dialog und Ideenaustausch über die wichtigsten globalen Cleantech-Herausforderungen und innovative Ideen zu diesem Thema aus Israel. Erwartet werden Geschäftsleute, Regierungsvertreter, Wissenschaftler und NGOs aus Europa, Nordamerika und Asien.

Die wichtigsten Veranstaltungen der Israel Energy Week sind die zweitägige Energy Utility Conference am 2./3. Dezember und der Fuel Choices Summit am 3./4. Dezember in Tel Aviv, sowie die Eilat-Eilot Konferenz und die EnergyVest-Konferenz vom 7. bis 9. Dezember in Eilat am Roten Meer. 


Aufgrund der hohen Veranstaltungsdichte ist die Energy Week eine einmalige Gelegenheit, ein so breites Spektrum der israelischen Energie-Industrie kennenzulernen und sich von ihrer Innovationskraft zu überzeugen. Bei Nachfragen und Interesse an einer Teilnahme an der gesamten Woche oder an einzelnen Veranstaltungen kontaktieren Sie bitte das Trade Center der Botschaft Israel unter nathan.goldfarb@israeltrade.gov.il.

Weitere Informationen unter http://www.israelenergyweek.com/.

Germania fliegt nach Israel – und tritt der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer bei 

Die deutsche Fluggesellschaft Germania und ihr Vertreter in Israel “Tal Aviation” nehmen ab März Direktflüge zwischen Deutschland und Israel in den Flugplan auf. Außerdem wird Germania Airline Mitglied der AHK Israel. 


Germania wird die Flüge von Tel Aviv aus ab März 2015 mit zwei einzigartigen, attraktiven und neuen Routen in Israel starten: direkte Flüge von Tel Aviv nach Hamburg in Norddeutschland und direkte Flüge nach Baden-Baden/ Schwarzwald (Karlsruhe) im Süden Deutschlands.

 Im Flugpreis inklusive sind u.a. Speisen, Soft-Getränke, Gepäck bis zu 25kg, Handgepäck bis zu 6kg und ein attraktives Unterhaltungsprogramm inkl. Filme in HD-Qualiät. Tickets können online unter www.flygermania.de oder unter 030-610 818 000 gebucht werden. Zweimal in der Woche wird es von Hamburg nach Tel Aviv gehen. Aus Karlsruhe/Baden-Baden wird Tel Aviv einmal in der Woche angeflogen. 

Paul Scodellaro, Israel Sales Manager Germania: "Die neuen Flüge werden deutsche Reisende und Geschäftsleute zum ersten Mal direkt von Hamburg und Baden-Baden nach Tel Aviv bringen. Die Reise nach Israel von Nord- und Süddeutschland an Board von Germania wird günstiger, einfacher und bequemer als je zuvor werden."

Gideon Thaler – CEO von Tal Aviation & Vertreter von Germania Airline in Israel: “Hamburg und Norddeutschland sind schon immer beliebte Reiseziele für israelische Geschäftsleute und Unternehmen gewesen. Das Öffnen der neuen Route nach Hamburg bietet den Reisenden viele Vorteile, wie den Direktflug, sehr angenehme Flugbedingungen, einen kompletten Service und gute Abflugzeiten. 


Gideon Thaler, CEO von TAL Aviation, AHK Israel-Geschäftsführer Grisha Alroi und Paul Scodellaro - Israel Sales Manager (v.l.n.r.).

Das Reiseziel Baden-Baden ist ebenfalls sehr bedeutsam und und bietet einen exzellenten Zugang nach Süddeutschland, ein Tor zum beliebten Schwarzwald und einen einfachen Zugang z.B. nach Stuttgart.“

Germania ist die einzige Airline, die Hamburg und Baden-Baden direkt mit Israel verbindet.

Zweiter German-Israeli Technology Summit in München
Am Nachmittag des 25. November bietet eine Konferenz in München Informationen zu Investment-Gelegenheiten in IT- und Hightech-Unternehmen in Israel. Hauptredner der Veranstaltung im Sofitel wird der israelische Botschafter Yakov Hadas-Handelsman sein. In zwei Vortragsrunden geht es danach um die richtige Anbahnung der Investition, Hilfsangebote bei der Durchführung und (steuer-)rechtliche Überlegungen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion wird neben anderen der stellvertretende BETATEC-Vorsitzende Wolfgang Hisserich seine Erfahrungen aus dem Engagement der Deutschen Telekom in Israel mit dem Publikum teilen.

Für die Konferenz, die von BridgehouseLaw, Shenhav & Co. und Kupferberg Consulting ausgerichtet wird, können Sie sich unter munich@bridgehouselaw.de anmelden.

Historischer Waschkessel für Sarona – Henkel hilft

Im Herzen Tel Avivs findet sich ein Stück deutscher Geschichte, das seit einigen Monaten mit neuem Leben gefüllt wird: Sarona, eine ehemalige Kolonie der Tempelgesellschaft aus dem Königreich Württemberg, die von 1871 bis 1945 bestand. Heute geografisch mitten in der Mittelmeermetropole gelegen, war das Dorf Sarona in den Kindertagen Tel Avivs und anderer jüdischer Siedlungen in der Gegend ein wichtiger Handelspartner in der direkten Nachbarschaft.


Historischer Waschkessel, wie er jetzt im Carl-Baldenhofer-Haus in Sarona zu besichtigen ist. (c) Shay Farkas

Zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten und vom Abriss bedroht, erhielten die Gebäude der verlassenen Kolonie in den letzten Jahren eine geschmackvolle Sanierung, die den ursprünglichen Charakter der Siedlung bewahrte. Seit dem Frühling dieses Jahres erlebt Sarona nun seine Auferstehung als Shopping- und Gastronomie-Zentrum und wird sowohl von Tel Avivern als auch Besuchern aus der ganzen Welt gut angenommen.

In einem der Gebäude wurde während der Sanierungsarbeiten ein ca. 120 Jahre alter Waschkessel gefunden. In solchen mit Holz befeuerten Waschkesseln wurde bis Anfang der 1930er Jahre in Sarona nicht nur Wäsche gewaschen. Dann lösten elektrisch beheizbare Waschkessel aus Metall, Vorläufer unserer modernen Waschmaschinen, die historischen Waschkessel ab. Konservator Shay Farkas erkannte den historischen Wert des Waschkessels, in dem nicht nur Wäsche gewaschen, sondern auch Küchenutensilien und Melkmaschinen desinfiziert wurden. 


Als Sponsor für die Restaurierung konnte Henkel gewonnen werden. (c) Shay Farkas

Farkas wurde bei der Suche nach einem Sponsor für die Restaurierung bei Henkel in Israel fündig. So konnte der Waschkessel am Fundort abgebaut, restauriert und im 80m entfernten Sarona-Museum wieder aufgebaut werden.

Henkel war der erste Importeur für Waschmittel in der Region. Ab 1925 hielt Henkels Aushängeschild „Persil“ Einzug in jüdische, arabische oder christliche Waschküchen.

Neues aus Israel

Israelische Ingenieure “pflanzen” Solarbäume 

Der eTree ist eine ökologische Skulptur, die von der israelischen Firma Sologic entwickelt wurde. Das innovative Gerät wurde am Donnerstag in den Gärten von HaNadiv in der Nähe der israelischen Stadt Zichron Ya‘akov vorgestellt.

Laut Sologic bietet der eTree eine große Vielzahl von Funktionen. Er erzeugt zum Beispiel erholsamen Schatten (in Israel besonders wichtig), kostenloses WLAN, kaltes Trinkwasser sowohl für Menschen als auch für Tiere und kann gleichzeitig Smartphones und andere elektronische Geräte aufladen. Außerdem bietet der eTree gemütliche Nachtbeleuchtung und sogar einen Computermonitor mit welchem man mit Freunden an anderen eTrees chatten kann. Die technologische Skulptur funktioniert vollautomatisch und braucht wenig bis gar keine Wartung.

Der eTree wurde vom israelischen Künstler Yoav Ben-Dov gestaltet und besteht aus Metallrohren, gehärtetem Glas und anderen Materialien die extreme Wetterbedingungen widerstehen können. Laut Angaben von Sologic produziert ein eTree bis zu 1400 Watt pro Stunde. 


Der eTree – spendet Schatten und erzeugt Strom. (c) Solargiving

Sologic planen, ihre Erfindung in israelischen Wohngebieten und Parks, Kulturzentren und Wanderwegen zu installieren. In der Zukunft soll es möglich sein, die ökologische Erfindung auch in französischen und chinesischen Städten zu bewundern.

Quelle: www.i24news.tv/en/news/technology/48226-141022-israeli-engineers-pioneer-solar-energy-tree

ISDS aus Israel sorgt für die Sicherheit bei den Olympischen Spielen 2016

Die israelische Sicherheitsfirma ISDS wird bei den den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro für die Sicherheit sorgen. Die von Leo Gleser gegründete Firma erhält dafür ein Budget von $2.2 Milliarden für den Bau und die Verwaltung des komplexen Sicherheitssystems. ISDS wird für das gesamte Sicherheitssystem an den verschiedenen Standorten sorgen, an denen die Spiele stattfinden. Die Aufgabe der Firma wird es sein, Zwischenfällen zu verhindern, die die Sicherheit von Besuchern und Athleten gefährden.

Im Gespräch mit dem israelischen Wirtschaftsmagazin Globes sagte ISDS Vizepräsident Ron Shafran: „Während der Fußball-Weltmeisterschaft diesen Sommer, haben wir bereits Teams in Brasilien eingesetzt. Aber schon seit bekannt ist, dass Rio auch die Olympischen Spiele veranstalten wird, haben wir unsere Tätigkeiten stark ausgebaut und uns auf die Ausschreibung beworben. Unsere Teams bereiten sich schon jetzt auf die Olympischen Spiele vor und gestalten unsere Sicherheitskonzepte und technischen Systeme.“

Während der letzten Weltmeisterschaft wurden die Hoffnungen von anderen israelischen Sicherheitsfirmen, als Subunternehmer aufzutreten, enttäuscht. Dies soll nach Shafrans Worten bei den Olympischen Spiele anders aussehen:„Als Unternehmen, das für das gesamte Sicherheitssystem der Olympischen Spiele sorgen wird, werden wir die besten israelischen Technologien zur Verfügung stellen. Dazu werden wir kleine und mittelgroße israelische Unternehmen an diesem einzigartigen Ereignis beteiligen. Die Olympischen Spiele von Rio de Janeiro 2016 werden deswegen ein Sprungbrett für israelische Technologien und Ideen sein.“

Quelle: http://www.globes.co.il/en/article-israels-isds-to-manage-security-at-rio-olympics-1000980198

GTAI – Ausgewählte Berichte

Israel verbessert Förderung für private Start-up-Investitionen

Der israelische Ministerausschuss für Gesetzgebung hat im Oktober 2014 die Förderung privater Start-Up-Investitionen neu geregelt. Damit folgte die Ministerrunde einem Vorschlag des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums. Die steuerliche Neuregelung tritt 2015 in Kraft und bessert bestehende Vergünstigungen für sogenannte "Angels" nach. Der Begriff steht für private Start-Up-Investoren und wird auch in offiziellen Mitteilungen des Finanzministeriums verwendet.

Nach dem "Angels Law" können Privatinvestoren, die bis zu 5 Mio. Neue Schekel (NIS, nach dem aktuellen Wechselkurs 1,4 Mio. US$) in ein israelisches Start-Up-Unternehmen anlegen, die Investition binnen Jahresfrist abschreiben. Bisher betrug die Abschreibungsperiode drei Jahre. Nach Auffassung von Wirtschaftsminister Naftali Bennett ist das israelische Gesetz nunmehr eines der wirkungsvollsten seiner Art in der Welt.

Voraussetzung für die Gewährung der Steuervorteile bleibt, dass das betreffende Start-Up den Großteil der von dem antragstellenden Investor zur Verfügung gestellten Mittel in Forschung und Entwicklung investiert. Auch muss das Start-Up den überwiegenden Teil seiner gesamten Betriebsausgaben für Forschung und Entwicklung verwenden. Formale Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Steueranreize ist die Anerkennung der jeweiligen Start-Up-Firma als förderberechtigt durch das Amt des Chefwissenschaftlers im Wirtschaftsministerium. Das Amt ist für die Förderung industrieller Forschung und Entwicklung zuständig. Von der Neuregelung erhofft sich die Regierung eine Belebung der Investitionstätigkeit der "Angels". Wie die Wirtschaftszeitung Globes berichtete, blieb der ursprünglichen Fassung des Gesetzes mit nur 125 Förderanträgen in mehr als drei Jahren ein durchschlagender Erfolg versagt.

Quelle: http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=1100192.html?channel=alert_channel_gtai_1

 

Aktuelle Trends aus Israel
Attraktivität für ausländische Direktinvestoren bestätigt

Ein OECD-Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass Israel, an der Größe seiner Volkswirtschaft gemessen, zu den attraktiveren Zielländern für ausländische Investoren gehört. Mit einem 2013 erzielten Investitionsvolumen von 11,8 Mrd. US$ entsprachen die Direktinvestitionen des Auslands 4,0% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit lag Israel an vierter Stelle der Rangliste hinter Luxemburg, Irland und Chile. Im Durchschnitt konnten die OECD-Länder 2013 ausländische Direktinvestitionen im Wert von 1,4% des BIP verbuchen.

Wie israelische Kommentatoren betonten, spiegelte der Wert ausländischer Direktinvestitionen nicht zuletzt den Grad des langfristigen Vertrauens internationaler Kapitalgeber in die Entwicklung und die Stabilität des betreffenden Landes. Trotzdem ist zu bedenken, dass sich die Direktinvestitionen des Auslands in Israel größtenteils auf den Hightechsektor konzentrieren. Versuche, Investoren auch im Bereich der technologieärmeren Industrie oder im Dienstleistungssektor in großem Stil anzuziehen, haben bisher keinen Erfolg gebracht.

Maschineninvestitionen trotzen der Flaute

Die Investitionsentwicklung in Israel weist 2014 nach unten. Im 1.Halbjahr gingen die Bruttoanlageinvestitionen, saisonbereinigt, gegenüber dem vorangegangenen Halbjahr um 2,6% zurück. Auch für das Gesamtjahr wird ein Rückgang erwartet. Allerdings konnten sich Investitionen in Maschinen und Ausrüstungen im 1. Halbjahr dem Abwärtssog entziehen. Saisonbereinigt nahmen sie gegenüber dem vorangegangenen Halbjahr real um 3,9% zu. Die Einfuhr von Maschinen und Ausrüstungen erreichte in den ersten sechs Monaten 3,0 Mrd. US$. Gegenüber dem Parallelzeitraum des Vorjahres entsprach dies einem Anstieg um 13,6%.

Staat finanziert Infrastruktur des neuen Jerusalemer Geschäftsviertels

Beim Bau des geplanten neuen Geschäftsviertels in Jerusalem kommt der Staat für Infrastrukturinvestitionen in Höhe von umgerechnet knapp 400 Mio. US$ auf. Das sieht eine Vereinbarung zwischen der Regierung und den Projektträgern vor. Es ist vorgesehen, dass die Regierung und die Jerusalemer Stadtverwaltung zwei Hauptprojekte finanzieren: die Errichtung eines Parks und eines Parkhauses für umgerechnet 165 Mio. US$ sowie den 125 Mio. US$ teuren Umbau einer Straße, die künftig auf zwei Ebenen verlaufen soll. Der Rest der staatlichen Finanzierung verteilt sich auf andere Projekte.

In dem neuen Geschäftsviertel, das an der westlichen Stadteinfahrt liegen wird, sollen unter anderem zwölf Hochhäuser für Industrie, Büros, Hotels und Freizeiteinrichtungen errichtet werden. Zudem ist der Bau von Regierungsgebäuden vorgesehen. Regierung und Stadt hoffen, ausländische Investoren zur Niederlassung an dem neuen Standort begeistern zu können. Die im Baustadium befindliche Schnellzugverbindung nach Jerusalem, deren Bahnhof in unmittelbarer Nähe des neuen Viertels geplant ist, soll die Anbindung ans Landeszentrum erleichtern.

Quelle: http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=1094466.html?channel=alert_channel_gtai_1

Wussten Sie, dass ... – Fakten und Zahlen rund um Israel