AHK Newsletter, #2, April 2014

Inhalt

Neues aus der Kammer

Neues aus Israel

GTAI – Ausgewählte Berichte

Wussten Sie, dass...?  Zahlen und Fakten rund um Israel

Liebe Leserinnen und Leser,

Israel boomt! Die Ratingagentur Standard and Poor’s (S&P) hat die einzige Demokratie in Nahen Osten in ihrer neuesten Einschätzung zum „high-income country“ erklärt. Das Pro-Kopf-Durchschnittseinkommen ist in Israel während der letzten fünf Jahre von 28.000 auf 38.000 USD hochgeschnellt. Bis 2017 soll es auf fast 42.000 USD steigen. Die Faktoren, die diese Entwicklung begünstigen, sind insbesondere das starke Wirtschaftswachstum, die stabil niedrige Inflation und die von S&P als ruhig gewertete geopolitische Lage.

Auch deutsche Unternehmen profitieren von dieser Entwicklung. Eine Tochter der Deutschen Bahn beteiligt sich am Bau neuer Trassen durch das Land und deutsche Ingenieure bauen Solarfarmen in Israel. Auch um die Forschungskooperation zwischen Deutschland und Israel ist es gut bestellt. Über diese und weitere Themen lesen Sie in diesem Newsletter.

 

Viel Spaß bei der Lektüre und ein frohes Osterfest wünscht Ihre AHK Israel.


Unser jüngster Kammermitarbeiter wünscht allen Lesern Frohe Ostern! Foto: Julia Vogt, www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by-nc-nd)

Neues aus der Kammer

AHK Israel und GTAI bringen deutsche und israelische Biotech-Forscher an einen Tisch

Unter dem Titel "New Chances for Cooperation" fand am 19. März 2014 in der AHK Israel ein Seminar der Exportinitiative Gesundheitswirtschaft für israelische Biotechnologieunternehmen in Tel Aviv statt. Bei der halbtägigen Veranstaltung zeigten die Teilnehmer großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit deutschen Firmen auf dem Gebiet der biotechnologischen Auftragsforschung.


Gemeinsam mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer und dem German-Israeli Life Sciences Committee (GILSC) präsentierte die Exportinitiative den Teilnehmern Informationen und Erfahrungsberichte von deutscher und israelischer Seite. 

Mit Zami Abermann (Pluristem Therapeutics), Dr. Simone Botti (Israel Bioincubator Fund, Interlab Ltd.) und Sabina Glozman (SoluBest, Ltd.) informierten drei israelische Unternehmensvertreter der medizinischen Biotechnologie über die erfolgreiche kommerzielle Auftragsforschung und Zusammenarbeit in Deutschland, über Geschäftschancen und die Kooperation mit deutschen Pharmaunternehmen.

Israel und Deutschland gehören in der biowissenschaftlichen Forschung und Entwicklung beide zur Weltspitze. Israel verfügt über eine hochentwickelte Life-Science-Branche mit forschungs- und entwicklungsstarken Unternehmen. Der israelische Staat investiert seit vielen Jahren intensiv in verschiedene Forschungsfelder der Biowissenschaften. 

Auch die außerordentlich gut ausgebildete Bevölkerung und eine gute Versorgung mit Risikokapital begünstigen die innovative Life-Science-Forschung in Israel. Die Kooperation mit deutschen Firmen stößt bei Israels Biotech-Industrie auf besonderes Interesse, denn die meisten Unternehmen in diesem Bereich sind KMUs, die auf die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern angewiesen sind. Israelische Biotechunternehmen schätzen an der Auftragsforschung in Deutschland besonders die Qualität der Forschung sowie das im internationalen Vergleich gute Preis-Leistungsverhältnis.


Deutsche und israelische Auftragsforscher gehören zur Weltspitze.

Peter Ramsauer informiert sich in der AHK Israel über die Energiesituation in Israel

Der Vorsitzende des Wirtschafts- und Energieausschusses des deutschen Bundestags, Peter Ramsauer, war Ende März zu seinem Antrittsbesuch in Israel und traf in Jerusalem mit seinen Counterparts in der Knesset zusammen. Tags darauf informierte Ramsauer sich in der AHK Israel über die Situation der Energieversorgung in Israel. Die von der Kammer geladenen Spezialisten, darunter Eitan Parnass, Vize-Vorsitzender des German-Israeli Renewable Energy Committees (GIREC), schilderten Ramsauer die aktuellen Entwicklungen aber auch Probleme in Israel, wie die viel zu geringe Energiereserve an kalten Winter- oder heißen Sommertagen.


Peter Ramsauer (links) mit Vertretern des GIREC, der AHK Israel und der Deutschen Botschaft.

Ramsauer wies darauf hin, dass das Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) Deutschland zwar zu einer führenden Nation auf diesem Gebiet gemacht habe, dies aber heute von den Verbrauchern mit hohen Strompreisen bezahlt wird. Die aktuelle Bundesregierung werde deshalb Anpassungen vornehmen müssen, um Energie dauerhaft bezahlbar zu halten. 

Neues aus Israel

Deutsch-Israelisches Konsortium gewinnt Ausschreibung für Bahninfrastruktur-Projekt

Ein Konsortium bestehend aus der israelischen Shikun & Binui Holdings Ltd. und einer Tochter der Deutschen Bahn AG, der DB BahnBau, hat eine internationale Ausschreibung gewonnen, womit es nun gemeinsam drei Schienenprojekte mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern in Zentral- und Nordisrael planen und umsetzen kann. Die Auftragssumme soll sich insgesamt auf 800 Millionen Schekel, umgerechnet etwa 170 Millionen Euro, belaufen.

Neben der Deutschen Bahn hat sich auch ein anderes internationales Konsortium, das von TSO aus Frankreich und Indra aus Spanien angeführt wurde, um den begehrten Auftrag bemüht. Bei den drei Einzelprojekten handelt es sich um den Aus- und Neubau dreier Trassen: Zum einen soll Karmiel durch ein 22 Kilometer langes, elektrifiziertes Teilstück an Akko und die Mittelmeerküste angebunden werden. 


Die israelische Bahn gewinnt an Fahrt. Foto: Israel Trade Center

Auf dieser Personen- und Frachtverbindung sollen zwei neue Stationen entstehen. Zwischen Haifa, Afula und Beit Shean wird ein knapp 60 Kilometer langes Teilstück mit fünf neuen Haltestellen erbaut. Das dritte Projekt soll das peripher gelegene Kfar Saba mit Herzliya verbinden, wodurch Tel Aviv für die Bewohner der Sharon-Region noch besser erreichbar werden soll. Auf diesen 18 Kilometern werden zwei weitere Stationen auch dem Vorort Raanana besseren Anschluss bieten.

Quelle: http://itrade.gov.il/germany/deutsch-israelisches-konsortium-gewinnt-ausschreibung-fur-bahninfrastruktur-projekt/

Grüne israelische Technologie lädt Smartphones in 30 Sekunden auf!

Das israelische Unternehmen StoreDot will die Akkus von Smartphones revolutionieren. Mit Hilfe mikroskopisch kleiner, bioorganischer Nanokristalle ist es StoreDot gelungen, gleich mehrere Eigenschaften konventioneller Batterien und Akkus zu verbessern.

Zunächst einmal sind die bio-organischen Nanokristalle („Nanodots“) ungiftig – ganz im Gegensatz zu den Cadmiumverbindungen, die derzeit in Akkus zu finden sind. Das allein würde StoreDot schon viele Türen öffen. Der größte Vorteil der neuen Technologie zeigt sich für Smartphonebenutzer aber beim Ladevorgang. Eine volle Ladung der Batterie gelang auf einem voll funktionierendem Prototypen in 30 (dreißig!) Sekunden. Außerdem hielt der auf den bioorganischen Nanokristallen basierende Akku fünfmal länger als konventionelle Akkus.

In der Herstellung sind Nanodots relativ günstig und können aus verschiedenen bio-organischen Rohstoffen gefertigt werden. StoreDot hofft, dass in zwei bis drei Jahren erste Smartphones auf Grundlage von Nanodots zur Marktreife gelangen.

Quallen – Pampers statt Plage dank israelischer Forschung

Quallenplagen vor den Küsten und an Stränden könnten bald der Vergangenheit angehören. Das israelische Nanotechnologieunternehmen Cine’al Ltd. arbeitet an einer Technologie, um aus den Hohltieren Super-Absorber zu machen. Diese finden Verwendung in Windeln, Tampons, medizinischen Schwämmen oder sogar Papierservietten.


Bald an jedem Babypo?, Cindy Ngo, www.jugendfotos.de, CC-Lizenz(by)

Das Material an dem Cine’al arbeitet, heißt Hydromash und soll nicht nur bessere Saugfähigkeiten besitzen als synthetische Absorber, die meist aus Polymeren bestehen. Als Müll zersetzt Hydromash sich innerhalb von nur 30 Tagen, ein Prozess, der bei den Polymeren hunderte von Jahren dauert. 

Wenn man bedenkt, dass Windeln bis zu einem Drittel der Einwegartikelauf Deponien ausmachen, wird auch der Vorteil für Umwelt und Natur deutlich.

Cine’als Technologie basiert auf Forschungen an der Tel Aviv Universität. Das Unternehmen wird von Capital Nano unterstützt, einer Investmentfirma, die vorwiegend im Bereich Medizin- und Umwelttechnologie tätig ist.

Quelle: http://goo.gl/8BTQSr

Sommerprogramme an der Jerusalemer Universität geben Einblick in die Startup Nation Israel

Viel wird berichtet über die Innovationskraft Israels. Gemeinsam mit der Rothberg International School der Hebräischen Universität Jerusalem, der Singularity University Israel und dem israelischen Außenministerium veranstaltet das israelische Wirtschaftsministerium unter dem Namen “InnovNation” verschiedene internationale Entrepreneurship- und Innovationsprogramme, die die Startup Nation Israel vor Ort erfahrbar machen. Neben zwei vierwöchigen Kursen im Juli 2014, die sich vorrangig an Studenten der Wirtschaftswissenschaften richten, findet auch ein einwöchiges Executive-Programm im August 2014 statt, das berufstätigen Unternehmern, Young Professionals und Entscheidungsträgern in der Wirtschaft einen umfassenden Einblick in die dynamische Wirtschaft Israels bietet. Dabei finden Treffen mit hochrangingen Entrepreneuren und Entwicklern als auch Unternehmensbesichtigungen statt.

Weitere Informationen zu den Kursen gibt dieser Flyer: http://itrade.gov.il/germany/files/2014/04/InnovNation2014.pdf

Quelle: http://itrade.gov.il/germany/sommerprogramme-der-hebraischen-universitat-geben-einblick-die-startup-nation/

GTAI – Ausgewählte Berichte

Aktuelle Trends aus Israel

Von Wladimir Struminski


Israels Start-ups verkaufen sich zu billig


Israelische Start-up-Firmen werden zu früh und deshalb auch billiger verkauft, als es sonst möglich wäre. Das ist die Schlussfolgerung einer Studie der US-amerikanischen Denkfabrik Milken Institute. Als Hauptgrund nennt die Studie ungenügende Finanzierungsquellen für spätere Phasen der Produktentwicklung und Marktdurchdringung. So etwa konzentriere sich die Finanzierung durch Wagniskapitalfonds zu 80% auf die Seed- und Frühphase des Lebenszyklus von Start-up-Unternehmen. Demgegenüber liege dieser Prozentsatz in den USA bei nur 52%.


Das Milken Institute empfiehlt eine Neuaufstellung des israelischen Finanzmarktes, um Start-ups eine längere Existenz bis zum Verkauf zu ermöglichen und die Entwicklung von marktreifen Produkten zu erleichtern. Dies würde auch die Wirtschaftsleistung des Landes steigern und den Aufbau israelischer Weltmarktunternehmen fördern.


Inzwischen kommt die bestehende Situation ausländischen Investoren zugute, werden doch die erfolgversprechenden Start-ups an Ausländer veräußert. Wie die Studie herausfand, liegt das Verhältnis zwischen dem Verkaufspreis und dem in israelische Start-ups vor ihrem Verkauf investierten Wagniskapital niedriger als bei ähnlichen Firmenverkäufen in den USA und in Europa.


Nanotechnologie boomt


Seit die israelische Regierung die Entwicklung der Nanotechnologie im Jahr 2007 zu einer nationalen Priorität erhoben hat, expandiert die nanotechnologische Sparte rasch. Wie die gemeinnützige Organisation Israel National Nanotechnology Initiative (INNI) im März 2014 mitteilte, wurden seitdem 206 nanotechnologische Start-ups gegründet, 860 Patentanmeldungen vorgenommen und 270 Patente anerkannt. Israelische und ausländische Partner sind an 830 gemeinsamen Projekten beteiligt.


Auch der nanotechnologische Wissensfundus wächst. Anfang 2014 gab es in Israel 850 Nanotechnologiestudenten, die für den Master of Science-Grad studierten, 750

Doktoranden und 220 Postdoktoranden. Seit der Prioritäts-Erklärung wurden zudem 7.500 wissenschaftliche Beiträge zum Bereich Nanotechnologie veröffentlicht. Das Programm zieht auch Wissenschaftler aus dem Ausland an: In der genannten Zeitspanne sind, so INNI, 101 führende Nano-Wissenschaftler in Israel eingewandert.


Nach dem erfolgreichen Aufbau einer Forschungsinfrastruktur wird die staatliche Förderung der Nanotechnologie fortgesetzt werden - allerdings mit neuen Akzenten. Künftig wird sich die Förderung auf FuE-Programme konzentrieren, die innerhalb überschaubarer Zeit zu industriellen Verwendungen führen können. Zu diesem Zweck haben die Universitäten die Einstellung von Industrieexperten in die Wege geleitet. Ihre Aufgabe ist es, wirtschaftlich bedeutende Ideen frühzeitig zu identifizieren und bei der Suche nach strategischen Partnern für die Weiterentwicklung zu helfen. Die E-Mail-Anschrift von INNI lautet dan.vilenski@nanoisrael.org.

Viel Geld für Cyber Security

Israelische Cyber-Firmen haben im Jahr 2013 Investitionskapital in einer Gesamthöhe von 165 Mio. US$ aufgebracht. Nach Angaben des Nationalen Cyber-Büro entfielen auf Israel damit 11% aller im vergangenen Jahr von der Cyber-Branche weltweit aufgebrachten Investitionen. Ausländische Cyber-Security-Unternehmen unterhalten in Israel 20 Forschungs- und Entwicklungszentren.


Die israelischen Cyber-Exporte hätten bei 3 Mrd. US$ gelegen, was 5% der weltweiten Exporte des Sektors entsprochen habe. Dass die Ausfuhr von Cyber-Lösungen nicht höher war, lag unter anderem an Exportbeschränkungen, die die Regierung aus Gründen der nationalen Sicherheit verhängt hat. Nun wird die Möglichkeit überprüft, die Exportbestimmungen etwas zu lockern.


Wie israelische Kommentatoren erklärten, sei das internationale Bewusstsein für die Bedeutung der Datensicherheit im Jahr 2013 angesichts der bekanntgewordenen Abhöraffären gestiegen. Davon unabhängig nähmen auch die durch Angriffe auf die Datensicherheit verursachten wirtschaftlichen Schäden kräftig zu. Beides schaffe neue Absatzchancen auf dem weltweiten Markt für Cyber Security.

Nach Ermittlungen des israelischen Wagniskapitalfonds JVP sind in Israel rund 220 Cyber-Firmen tätig. Die Hälfte von ihnen wurde innerhalb der vergangenen vier Jahre gegründet.


Im Januar 2014 kündigte Israel die Errichtung eines Forschungs- und Industrieparks für die Cyber-Branche im südisraelischen Beer Sheva an. Der Park entsteht an der Ben-Gurion-Universität und soll nicht zuletzt die Zusammenarbeit zwischen akademischen Forschern und Industrieunternehmen fördern.


High-tech-Gehälter gestiegen

Im Jahr 2013 sind die Gehälter im israelischen High-tech-Sektor um durchschnittlich 4,1% gestiegen. Das geht aus einer Analyse der auf den Technologiesektor spezialisierten Personalbeschaffungsfirma Ethosia Human Resources hervor. Im 1. Quartal 2014 hat sich der Gehaltsanstieg verlangsamt, doch könnte Rekrutierung durch ausländische Firmen, die Forschungs- und Entwicklungszentren in Israel errichten, die Nachfrage nach High-Tech-Mitarbeitern weiter erhöhen und damit auch das Gehaltswachstum beschleunigen. Das hat Ethosia gegenüber der Wirtschaftszeitung Globes erklärt. Derweil, so die Headhunter weiter, hätten erfolgreiche Übernahmen israelischer Start-ups durch ausländische Investoren im Jahr 2013 zahlreiche Mitarbeiter von High-tech-Firmen zur Aufgabe des Beschäftigungsverhältnisses zugunsten einer eigenen Existenzgründung bewogen.

Israelis konsumieren verstärkt übers Internet

Von Wladimir Struminski


Im Jahr 2013 haben Israelis Waren und Dienste - vor allem Reisen - im Wert von annährend 4 Mrd. Neue Schekel über ausländische Online-Shops gekauft. Das geht aus Schätzungen israelischer Kreditkartenunternehmen hervor. Wie eine Erhebung der Wirtschaftszeitung Globes herausfand, expandiert auch die Produktpalette. Zoll- und Steuererleichterungen für kleinere Anschaffungen begünstigen den Trend. 


Mit dem geschätzten Wert von 4,0 Mrd. Neue Schekel (NIS, rund 1,1 Mrd. US$) verzeichneten die durch israelische Haushalte bei ausländischen Anbietern getätigten Käufe im Jahr 2013 eine Zuwachsrate von 25%. Im Vorjahr hatte die Expansion, so die Schätzung israelischer Kreditkartenunternehmen, sogar bei 45% gelegen.


Laut der Erhebung der Wirtschaftszeitung Globes liegen die Preise vieler Konsumgüter beim Internetkauf bis zu einem Drittel unter dem in Israel zu zahlenden Preis. Wie aus von der Zeitung zitierten Beispielen hervorgeht, lassen sich sogar Preiseinsparungen von 50% und mehr erzielen. Dafür nehmen die Käufer auch Nachteile wie lange Lieferzeiten und Probleme bei der Gewährleistung in Kauf.


Der führende Sektor beim Internetshopping sind Fremdenverkehrsdienste. Auf sie entfielen 2013, so die Erhebung, 29% des Gesamtkaufwertes. Auf Rang zwei mit 25% lagen nichttechnische Konsumwaren wie Bekleidung, Schuhe, Haushaltsutensilien und dergleichen. Mit großem Abstand folgten Telekommunikationsprodukte und Software mit 6% sowie Bücher, Presseerzeugnisse und Musikträger mit 5%. Auf andere Kategorien entfielen insgesamt 35% der Kaufsumme.

Der Internet-Kauf durch Privatpersonen wird vom Staat mit Hilfe von Zoll- und Steuererleichterungen begünstigt - allerdings nur bei relativ kleinen Beträgen. Bei Importsendungen im Wert von bis zu 75 US$ werden weder die Mehrwertsteuer noch Zollgebühren oder die bei vielen technischen Konsumgütern geltende Kaufsteuer erhoben. Das erklärt auch den relativ niedrigen durchschnittlichen Kaufwert je Transaktion, der 2013 bei umgerechnet 60 US$ lag (2012: 67 US$). Bei Importen zwischen 75 US$ und 325 US$ werden die Mehrwertsteuer und gegebenenfalls die Kaufsteuer, nicht aber Zoll erhoben. Importtransaktionen ab 325 US$ sind in vollem Umfang steuer- und abgabepflichtig.

Wussten Sie, dass ... – Fakten und Zahlen rund um Israel

... jeder zehnte israelische Auslandsstudent in Deutschland studiert? 2013 waren es 1600, damit liegt Deutschland nach dem Vereinigten Königreich auf Platz 2.

Quelle: Deutscher Akkademischer Austauschdienst

... Israel eines von nur zwölf Ländern weltweit ist, die offiziell Satelliten ins All geschickt haben? Neuester Erdtrabant ist der Beobachtungssatellit Ofek 10.

Quelle: http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/.premium-1.584856

... Tel Aviv sich auch zu einem der führenden Finanzzentren entwickelt? Im aktuellen Ranking des „Global Financial Centers Index“ liegt die Stadt auf Platz 21 und gilt als dynamischster Standort überhaupt.

Quelle: http://goo.gl/9Mbnqp